Audioversum: The different Sound of Cities

January 17, 2022
Standort – Aktuelle Nachrichten der Standortagentur Tirol 02/2021

Wie klingt New Orleans? Wie hört sich Rio an? Wie lärmt Marrakesch? Und wie tönt Innsbruck? Antworten auf diese akustischen Fragen will das Innsbrucker Audioversum im Jahr 2022 geben. „Welcome to SenCity“ nennt sich die Ausstellung, die Besucher auf eine neue Art der Städtereise schicken wird. „Die Wiener Künstlerin Deborah Sengl malt und zeichnet raumhohe Häuserfassaden, die Elemente aus verschiedenen Städten plus einer fiktiven modernen Stadt enthalten“, berichtet Julia Sparber-Ablinger, Head of Audioversum. Ein großer Raum wird zu einem Städtelabyrinth, die Sight-Hearing-Tour soll zur aktiven Mitarbeit auffordern. Das Klangerlebnis kommt via Sonic Traces, eine von Peter Kollreider und Thomas Aichinger entwickelte 3D-Sound-App. „Die App verfolgt die Spur der Besucherinnen und Besucher durch die Ausstellung. Ein Sensor erkennt den aktuellen Standort, bei den eng stehenden Fassaden eine technische Herausforderung. Über Kopfhörer werden dann die entsprechenden Geräusche – Lärm, Musik, Stimmen – eingespielt“, so Sparber-Ablinger. Die App bietet auch die Möglichkeit, die Zuhör-Perspektiven zu ändern:. „Wir wollen eine einfache, spannende Geschichte erzählen, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen auffordert, ein Rätsel zu lösen. Lärm, aber auch schöne Töne und Geräusche kommen darin vor.“

Solche Hörerfahrungen zu vermitteln, vor allem aber die Sensibilisierung für die uns alltäglich umgebende Geräuschkulisse sieht sie als eine Aufgabe des Audioversums, das sich als ScienceCenter und interaktives Museum versteht. „Die Lärmvermüllung belastet uns Menschen und leider begegnen wir den identitätsstiftenden Geräuschen unserer Umgebung oft so unbewusst“, sagt Sparber-Ablinger. Mit Ausstellungen will man darauf aufmerksam machen, aber auch darauf, wie unterschiedlich Kulturen klingen. Im Fall von SenCity auch klingen könnten. Die fiktiv-moderne Stadt soll eine Mischung aus Orient und Okzident werden, das bildliche und klangliche Erleben verspricht Spannung, die ein Jahr lang in der Ausstellung zu erleben sein wird.